Wellness-Düsseldorf

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Wellness-Düsseldorf

Deutschland ist Wellnessland. Kein anderer Ort auf der Welt bietet so viel Angebot und Nachfrage rund um Gesundheit, Fitness, Schönheit und Wohlbefinden. Was 1 990 mit der Gründung des Deut-schen Wellness Verbandes begann, ist inzwischen zu einem Mega-Trend und Mega-Markt gewor-den, in dem bald die 100 Milliarden Euro Umsatz-Schallmauer durchbrochen werden wird. Die Wellnessbewegung ist zur Triebfeder des so genannten zweiten Gesundheitsmarktes geworden. Die Deutschen sind bereit, zusätzlich zu ihren Krankenkassenbeiträgen aus eigener Tasche in ihre Ge-sundheit und ihr Wohlbefinden zu investieren. Diese neue Form von Selbstverantwortung ist klug, a-ber auch unvermeidlich, denn die Sozialsysteme des Staates befinden sich auf dem Rückzug. Die be-kannte Unternehmensberatung Roland Berger ermittelte bereits für 2007 eine Differenz zwischen Nachfrage und Angebot von 16 Mrd. Euro. Dies zeigt, welches gewaltige Wachstumspotenzial wei-terhin im Wellnessmarkt steckt. Seit 1 999 steigen die privaten Ausgaben kontinuierlich um jährlich vier bis sechs Prozent, in einzelnen Teilbranchen sogar zweistellig.
Diese Konsumausgaben unterscheiden sich selbstverständlich nach Einkommensverhältnissen. So gibt die Hälfte der erwachsenen Deutschen pro Jahr bis zu 500 EUR für Dienstleistungen rund um Schönheit, Fitness und gesundes Wohlbefinden aus. Sechs Prozent legen dafür jährlich bis zu 1.000 EUR an und nur ein Prozent leistet sich im Laufe eines Jahres Wellnessfreuden für mehr als 2.000 EUR.
So schillernd die Wellnesswelt in den Medien gerne dargestellt wird, so zurückhaltend und konserva-tiv verhalten sich interessanter Weise immer noch die meisten Verbraucher. Als beliebteste Wellnes-sanwendung gilt die Massage. Doch statt viel versprechender Behandlungserlebnisse wie Lomi Lomi, Wambo Mambo oder ayurvedischen Ritualen bucht der „normale" Wellnesskunde doch lieber eine einfache Rückenmassage. Dies erklärt sich vor allem aus der weit verbreiteten Unsicherheit und Un-kenntnis gegenüber dem Wellnessangebot multinationaler Herkunft. Behandlungen aus der traditio-nellen thailändischen Volksmedizin werden zum Beispiel irrtümlich immer noch oft mit Erotik-Massagen verwechselt. Hier ist noch viel Aufklärung nötig, die der Deutsche Wellness Verband bereits seit vie-len Jahren in Kooperation mit den Medien leistet.
Hört man den Begriff Wellness, dann denken die meisten Menschen zumindest in Deutschland nicht nur an Massagen, sondern auch an schöne Urlaubshotels, in denen man die Seele baumeln und sich so richtig verwöhnen lassen kann. Der Wellnessurlaub zählt zu den beliebtesten Reiseformen überhaupt. Dies bestätigte auch unsere diesjährige Markterhebung WELLNESS SENSOR in Kooperation mit GfK Travelscope. Demnach ziehen 1 1,5 Mio. Haushalte (das ist ein Drittel aller deutschen Haushalte) einen Wellnessurlaub in Betracht, 5,6 Mio. Haushalte haben ihn bereits gemacht. Kein Wunder also, dass bei einem derart großen Potenzial an zusätzlicher Nachfrage die Wachstumsgrenze in diesem Bran-chensegment noch lange nicht erreicht. Und kaum ein Urlaubshotel der Vier- und Fünfsterne-Kategorie kann heute noch auf ein breites Wellnessangebot für seine Gäste verzichten, denn diese Leistung wird inzwischen als selbstverständlich vorausgesetzt.
Als problematisch erweist sich allerdings das Qualitätsspektrum des Angebotes. Da allein das Label „Wellness" höhere Preise ermöglicht und ein „Wellnessrecht" noch nicht existiert, kursieren im Markt Mogelpackungen, dubiose und skurrile Experten bis hin zu nutzlosen oder gar gefährlichen Anwen-dungen. Aus diesem Grund hat der Deutsche Wellness Verband zehn Fachbereiche gebildet und mit erfahrenen Sachverständigen besetzt, die sich um branchenspezifische Qualitätsstandards und Verbraucherschurz kümmern. Außerdem werden Angebote mit einem anerkannten Wellness-Qualitätssiegel gekennzeichnet, das nach Begutachtung durch unabhängige Prüfer verliehen wird, um als Orientierungshilfe für Verbraucher zu dienen.
Auf der neuen Messe LIFETIME BEAUTY wird das Thema Wellness aus den vorgenannten Gründen eine tragende Säule bilden. Einerseits unterstützt der Deutsche Wellness Verband den Veranstalter bei der Auswahl seriöser Aussteller. Andererseits soll den Messebesuchern auch von anbieterunab-hängiger Seite kompetente Information und Beratung rund um das Thema Wellness geboten werden. Der DWV deckt alle relevanten Beratungsfelder durch ein erfahrenes Expertenteam ab. Der Präsentationsschwerpunkt wird aufgrund des besonders großen Interesses von Seiten der Bevölkerung vor-aussichtlich im Bereich Wellnesshotels und Wellnesstourismus liegen.
Der Messetitel LIFETIME BEAUTY bringt den Wunsch der Menschheit nach immer währender Schönheit zum Ausdruck. In den letzten Jahren haben Schönheitsoperationen und ästhetische Zahnbehandlungen enorm an Bedeutung und Akzeptanz gewonnen. Noch sind bei weitem nicht amerikanische Verhältnis-se erreicht, aber der Trend zeigt eindeutig nach oben. Da die innere Balance als Teil der seelischen Gesundheit ein wichtiger Aspekt der Wellness-Philosophie ist, mag es nahe liegen, auch medizinische Eingriffe zum Erhalt oder zur Steigerung der äußerlichen Attraktivität zu befürworten. Medical Well-ness oder Medical Beauty haben sich als entsprechende Fachbegriffe bereits im Vokabular der Wellnessbranche etabliert. Andererseits gibt es eine große Fraktion von Gegnern des Jugend- und Schönheitswahns, insbesondere, wenn es um die Geschäfte mit diesem Wahn geht. Der Deutsche Wellness Verband bewahrt in der kontroversen Diskussion über den Selbstzahlermarkt der ästheti-schen Medizin bislang eine neutrale Position. Es ist schwer zu beurteilen, wie groß der seelische Lei-densdruck oder die soziale Ausgrenzung einer Person sein müssen, um eine Schönheitsoperation als gerechtfertigt zu betrachten. Und es mag auch als ein Selbstbestimmungsrecht gelten, seinen Körper nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Wichtig erscheint uns jedoch, Interessenten möglichst umfassend über das Spektrum der Möglichkeiten, das Für und Wider, sowie die Alternati-ven aufzuklären.
Wenngleich ein Skalpell sehr viel schneller zum ersehnten Erfolg führen mag als eine jahrelange Le-bensweise, die der äußeren Erscheinung Attraktivität verleiht und ein Altern in Schönheit erlaubt, soll-te doch allen Menschen, die sich für eine solche Operation entscheiden, auch klar sein, dass es ein Leben danach gibt. Die Pflege des Körpers und der Schönheit, auch mithilfe von körperlichem Trai-ning, bewusster Ernährung sowie der Entwicklung von Lebenseinstellungen, die eine positive Ausstrah-lung, inneres Glück und Zufriedenheit ermöglichen, trägt wesentlich dazu bei, den Erfolg eines opera-tiven Eingriffs langfristig zu sichern. In dieser Hinsicht wollen wir als ein Verband, der die ursprüngli-che, Wellness-Philosophie vertritt, Partner der medizinischen Verbände sein und gemeinsam zum Wohle der Bevölkerung agieren – auch und besonders auf der LIFETIME BEAUTY am 20. und 21. März 2010.
Ich freue mich also auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Herrn Hartmann bzw. mit dem Veranstalter InnoFairs sowie mit der Internationalen Gesellschaft für Ästhetische Medizin und der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin. Für Düsseldorf ist die LIFETIME BEAUTY mit Si-cherheit ein großer Gewinn.

Lutz Hertel, Diplom-Psychologe
Vorstandsvorsitzender des DWV , Deutscher Wellness Verband

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